Sonnenstrom in Leisel: viel Bewegung – und noch viel Potenzial | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Immer mehr Photovoltaikanlagen werden in Leisel installiert. Die aktuellen Daten zeigen deutliche Fortschritte beim Ausbau der Solarenergie. Gleichzeitig ist der Stromverbrauch zuletzt leicht gesunken – und auf den Dächern unseres Ortes gibt es noch erhebliche Möglichkeiten für die Stromerzeugung aus Sonnenenergie.

Sonnenstrom in Leisel: viel Bewegung – und noch viel Potenzial

Wie hat sich der Stromverbrauch entwickelt?

Der Stromverbrauch in Leisel ist in den vergangenen Jahren erfreulicher Weise insgesamt leicht zurückgegangen. Während im Jahr 2018 rund 1,20 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom an Letztverbraucher geliefert wurden, waren es 2023 noch etwa 1,16 Millionen kWh. Das entspricht einem Rückgang von rund 2,7 Prozent.

Besonders interessant ist die Entwicklung bei den privaten Haushalten: Deren Stromverbrauch sank von rund 817.000 kWh im Jahr 2018 auf etwa 774.000 kWh im Jahr 2023 – ein Minus von rund 5,2 Prozent.

Die Werte schwankten zwischenzeitlich. Ein eindeutiger, durchgehend fallender Trend ist daher nicht in jedem Jahr zu erkennen. Für 2024 liegen in der vorliegenden Auswertung noch keine Daten des Verteilnetzbetreibers vor.

Photovoltaik: Deutlicher Zuwachs in den vergangenen Jahren

Besonders positiv entwickelt sich die Solarenergie in Leisel. Die Zahl der erfassten Photovoltaikanlagen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

  • 2018: 17 Anlagen mit insgesamt rund 131 kW installierter Leistung

  • 2020: 19 Anlagen mit rund 159 kW

  • 2023: 32 Anlagen mit 264 kW

  • 2024: 41 Anlagen mit rund 305 kW

  • 2025: 49 Anlagen mit rund 328 kW

  • 2026: 59 Anlagen mit rund 418 kW (Datenstand: 14. Oktober 2026)

Damit hat sich die Zahl der erfassten Anlagen seit 2018 mehr als verdoppelt. Die installierte Leistung ist im selben Zeitraum auf mehr als das Dreifache gestiegen.

Auch die ins öffentliche Netz eingespeisten Strommengen aus EEG-geförderten Photovoltaikanlagen haben zugenommen: von rund 96.600 kWh im Jahr 2018 auf etwa 200.300 kWh im Jahr 2025. Das ist mehr als eine Verdoppelung. Die Werte hängen allerdings auch von den jeweiligen Wetter- und Sonneneinstrahlungsverhältnissen ab.

Wichtig: Die Daten für 2025 sind noch vorläufig. Die Zahlen für 2026 beziehen sich auf den Stand vom 14. Oktober und sind deshalb nicht mit vollständigen Kalenderjahren gleichzusetzen.

Wie viel Solarenergie wäre auf unseren Dächern noch möglich?

Die Potenzialanalyse des Energieatlas Rheinland-Pfalz aus dem Jahr 2025 zeigt, dass in Leisel noch erhebliche Reserven vorhanden sind.

Auf geeigneten Dachflächen könnten nach der Auswertung insgesamt rund 6.024 kWp Photovoltaikleistung installiert werden. Der derzeit im Marktstammdatenregister erfassten Dach-PV-Leistung von rund 328 kWp steht damit ein rechnerisches Potenzial gegenüber, das etwa dem 18-Fachen entspricht.

Der ausgewiesene Umsetzungsgrad liegt bei lediglich 5,4 Prozent. Rein rechnerisch könnten geeignete Dächer also noch wesentlich stärker zur Stromerzeugung beitragen.

Der mögliche jährliche Stromertrag aus diesen Dachflächen wird auf rund 5,01 Millionen kWh geschätzt. Das ist ein theoretischer Potenzialwert und keine Prognose für die tatsächlich künftig erzeugte Strommenge. Die individuelle Eignung eines Daches hängt unter anderem von Ausrichtung, Neigung, Verschattung und baulichen Gegebenheiten ab.

Was bedeutet das für Leisel?

Die Zahlen zeigen zwei Entwicklungen: Der Stromverbrauch ist zuletzt leicht gesunken, während der Ausbau der Photovoltaik deutlich vorangekommen ist. Dennoch ist erst ein kleiner Teil des ausgewiesenen Dachflächenpotenzials erschlossen.

Jede zusätzliche geeignete Photovoltaikanlage kann dazu beitragen, Strom vor Ort zu erzeugen und den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen. Gerade auf bestehenden Gebäuden liegt dafür noch eine große Chance.

Die Ortsgemeinde Leisel möchte mit der Veröffentlichung dieser Zahlen einen sachlichen Überblick über die Entwicklung geben und für die Möglichkeiten der erneuerbaren Energieerzeugung vor Ort sensibilisieren.

Datenquelle: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz / Energieatlas Rheinland-Pfalz. Datenauswertung zusammengestellt am 14. Oktober 2026.